Projektvorstellung: Ein Seminarhaus in Holzstrohbauweise

  • Anbietendes Unternehmen

  • Das Architekturbüro hirner & riehl architekten erstellte im Auftrag der Benediktinerabtei Plankstetten, im Rahmen der Generalsanierung der Abtei in verschiedenen Bauabschnitten, das Haus St. Wunibald - ein zeitgemäßes Seminargebäude in Holzstrohbauweise.

    Unter dem Leitspruch „Schöpfung bewahren“ hat sich das Kloster Plankstetten zu einem nachhaltig ausgerichteten Unternehmen entwickelt, das auch einen durch Bioland zertifizierten Bauernhof betreibt. Im Sin­ne dieser ökologischen Grundeinstellung sollte der Neubau – und später auch die Sa­nierung der vorhanden Klosterbauten- mit ökologisch und baubiologisch unbedenk­lichen Materialien geplant und gebaut werden. Neben der geforderten energetischen Einhaltung des Passivhausstandards kamen, so weit baukonstruktiv möglich, aus­schliesslich CO₂ neutrale Baustoffe aus regionaler Herstellung zur Verwendung. Die im Klosterwald geschlagenen und im Sägewerk zugesägten Baumstämme wurden nach deren Trocknung direkt vor Ort als nebeneinanderliegende Deckenbalken ein­gebaut. Neben dem ökologischen Vorteil erzeugt dies eine sehr schöne Untersicht der Decken. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil dieser Bauart ist, dass die Wert­schöpfung zum größten Teil bei den ausführenden regionalen Firmen bleibt.

    Für die Dämmung der Wände wurde Stroh von den ökologisch bewirtschafteten Feldern des Klostergutes genutzt. Die Herstellung der Strohdämmballen verbraucht nur minima­le Energiemengen, dämmt hervorragend und lagert für die gesamte Nutzungsdauer CO₂ im Gebäude ein. Zudem werden dadurch kurze Transportwege gesichert. Für ein gesundes und angenehmes Raumklima planten die Architekten an den Innenwänden Lehmputz: er ist feuchteregulierend, nimmt Schadstoffe auf und hat positive Auswir­kungen auf das Raumklima und das Behaglichkeitsgefühl der Gäste.

    Neubau und Be­stand werden über ein neues Kellergeschoss, in dem sowohl die umfangreiche Gebäu­detechnik als auch die Küche der Klosterschenke untergebracht sind, verbunden. Das Sockelgeschoss ist nicht nur zur Unterbringung dieser Funktionen notwendig. Es dient auch zur Stabilisierung des angrenzenden steilen Hanges, dessen Erddruck auf längere Sicht die Bausubstanz der historischen Klosterbauten gefährdet hätte. Nach heutigem Stand wird der Neubau nach Fertigstellung das größte strohgedämmte Gebäude in Süddeutschland sein.

  • Ort

    Herzog-Heinrich-Straße 20

    80336 München

  • Link zum Angebot

  • Kontakt

    *hirner & riehl architekten stadtplaner bda partg mbb
  • Datum

    Angebot vom 24. März 2024, 21:45 Uhr
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